Unser MachMit!WaldGoslar pflanzt Bäume gegen den Klimawandel
Unser MachMit!Wald
Warum gibt es das Projekt?

Warum gibt es das Projekt?

Das „Baumsterben“ im Harz ist ein polarisierendes Thema. Der Borkenkäfer, der Klimawandel und starke Umweltverschmutzung belasten unsere Natur. Die Stadtverwaltung Goslar möchte sich aktiv für einen gesunden Wald einsetzen und gleichzeitig die Verbindung von Stadtgesellschaft zu ihrem Wald stärken.

Übrigens

„Der Goslarer Stadtwald ist der größte städtische Forst in Niedersachsen.“ Damit dies so bleibt, engagieren sich nicht nur Mitarbeiter*innen der Verwaltung sondern auch viele Ehrenamtliche z.B. der Organisationen „Wald für Morgen“ und „Friends of the Forest“.

Die Idee des Projektes

Ablaufphase

Die Stadtverwaltung Goslar wurde zur Aufzuchtstation für Baum-Setzlinge. Einige Freiwillige der Stadt Goslar, der Stadtforst und WIR, das Team des MachMit!Hauses, haben es uns zur Aufgabe gemacht, mehrere Eicheln zu Bäumen heranwachsen zu lassen, um so dem Waldsterben entgegenzutreten.

Die Idee hatte Markus Ritter, der städtische Kopterpilot als er das Baumsterben im Kopter aus der Luft dokumentierte. Interessierte Verwaltungsmitarbeiter*innen sollen sich um ihren „Sämling“ (ggf. auch mehrere) kümmern und zu einem schönen Baum-Setzling auf ihrer grünen Büro-Fensterbank über etwa ein dreiviertel Jahr heranziehen, bis die „Setzlinge“ bereit sind, im Wald ihre Wurzeln zu schlagen.

Für die 1100 Bäume, die gepflanzt werden sollen, werden ca. zwei- bis dreimal so viele Samen benötigt. 

Wald für morgen
Wald für morgen

Es gibt viele Projekte, die durch ehrenamtliches Engagement leben und richtig tolle Aufgaben wahrnehmen. Eines dieser Projekte ist „Wald für morgen“. Worum geht es? Der Künstler Andreas Greiner arbeitet für die von der Forst zur Verfügung gestellten Fläche, eine besondere künstlerische Gestaltung aus. Künstler und Kinder sind in gemeinsamem kulturellen Handeln verbunden. Im Sinne des Kaiserringträgers (2013), Olafur Eliasson: „Was für Kunst müssen wir machen, dass Denken in Handeln übergeht.“ Wer es noch tiefer erfahren möchte, schaut am besten auf der Webseite https://www.waldfuermorgen.de/ vorbei.

Phase 1 - Herbst 2021: Samen sammeln

Zuerst wurden von September bis November 2021 Samen gesammelt. Diese wurden in der Machmit!Tonne abgegeben. Die gesammelten Samen wurden von der Goslarer Stadtforst sortiert und weiterbehandelt, sodass die späteren Setzlinge beste Keim und Wachstumsbedingungen haben.

Das erste Eintopfen

Im März 2022 war es dann so weit: Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner und weitere Freiwillige der Stadt befüllten die ersten  850 Pflanztöpfe im Gelmketal mit echtem Waldboden und brachten die gesammelten Samen in die Erde. Weitere 250 Töpfe wurden von Markus Ritter mit Kindern der Grundschule Oker bepflanzt. 

Danach wurden die Töpfe an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilt, die sich als Freiwillige für die Aufzucht gemeldet haben.

So funktioniert das Sammeln der Samen

So werden die Samen gesammelt

Samen sammeln, aber richtig! Eiche, Bergahorn und Esskastanie haben ganz unterschiedliche Eigenschaften. Es gibt einiges zu beachten!
Hier finden Sie die Sammelanleitung:

zur Sammelanleitung

Phase 2 - Frühjahr 2022: Setzlinge heranziehen

Jetzt wurde es spannend! Im März 2022 pflanzten Freiwillige aus der Stadtverwaltung die Samen in einer Einpflanzaktion im Goslarer Forst in Töpfe, die anschließend zur Aufzucht verteilt wurden. Der dafür vorhergesehene Platz ist die grüne Büro-Fensterbank. Die Töpfe mit Erde und Samen wurden in den Verwaltungsgebäuden der Stadt verteilt, um sie auf dort bei Angestellten auf deren Büro-Fensterbänken heranwachsen zu lassen, bis sie bereit sind, in der Natur Wurzeln zu schlagen.

Ab diesem Zeitpunkt ist sehr viel Geduld gefragt. So schnell wird eine Eiche nicht zu einem schattenspendenden Baum.

So funktioniert das Setzen der Keimlinge

So werden die Setzlinge eingetopft.

Damit das Eintopfen reibungsfrei funktioniert, haben wir die Schritte hier zusammengestellt:

Zur Pflegeanleitung

Phase 3 - Zeit der Geduld: Bäume pflanzen

In den Büros sollen die Setzlinge nun heranwachsen, damit sie im Herbst an die Vereine „Wald für Morgen“ und „Friends of the Forest“ zum Einpflanzen im Stadtwald übergeben werden. Dort sollen sie dann Wurzeln schlagen. Neues aus dem Wald und von den Fensterbänken werden wir hier kommunizieren.

 

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